Tausch- oder Leihladen gründen

Unsere Handabdruck-Idee für dich

Toaster

Es ist klar, dass wir weniger Dinge neu kaufen, verbrauchen und auch besitzen dürfen, wenn wir nicht weiterhin über unsere begrenzten Ressourcen leben wollen. Trotzdem befinden sich in jedem Haushalt (in dem oft nur ein bis zwei Personen leben) zahlreiche Gegenstände, die nur ein bis zwei Mal im Monat oder sogar im Jahr benutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Bohrmaschinen, Waffeleisen und auch Skier oder so abgefahrene Dinge wie eine Popcornmaschine oder ein Heimkino-Beamer.

Ressourcen schonende Alternativen entdecken

Doch es gibt Alternativen und kreative Ideen, wie man es Menschen erleichtern kann, ihr Leben ressourcenschonender zu gestalten: Tausch- und Leihläden stehen für die Idee, dass man nicht alles selbst besitzen muss. Ein Tausch- oder Leihladen an deiner Schule oder Hochschule bietet dir und deinen Mitschüler*innen/Kommiliton*innen die Möglichkeit, Bücher, Sportutensilien, Geräte, Werkzeug oder Kleidung zu leihen oder auch dauerhaft zu tauschen. Was einem Momo zu groß oder zu klein ist, könnte Lisa perfekt passen. Was Kim veraltet findet, könnte für Yassin genau der richtige Retro-Style sein. Es muss nicht immer alles neu gekauft werden.

Deine Handabdruck-Aktion: Setzte dich für die Gründung eines Tausch- oder Leihladens an deiner Schule oder Hochschule ein!

Inspirierende Beispiele

1

Ein Lernbegleiter berichtet von seiner Erfahrung bei der Einrichtung eines Umsonstladens.

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2

Um den Aufbau und die langfristige Organisation eines Leihladens zu erleichtern, hat der Leihladen Wien anhand der Erfahrungen aus verschiedenen Ländern ein „Library of Things Starter-Kit“ geschrieben.

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3

An der FH Erfurt hat die AG Nachhaltigkeit einen Kost-Nix-Laden als Anlaufstelle und Treffpunkt.

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Strategische Ansätze für deine Idee

Schüler und Lehrerin vor Tafel

Konzept entwickeln

Suche dir zu Beginn Mitstreiter*innen und bringt eure Argumente auf den Punkt. Setzte euch auch mit Gegenargumenten auseinander und überlegt, was ihr erwidern würdet. Schnell merkt ihr wahrscheinlich: Ein genaueres Konzept muss her. Überlegt euch konkret, wie und wo ihr euch die Umsetzung eines Tausch- oder Leihladens an eurer Hochschule oder Schule vorstellen könnt. Soll der Tausch- oder Leihladen in einem festen Raum sein oder ist ein mobiler Stand auf dem Schulhof besser geeignet? Was für Kosten könnten entstehen? Wie könnt ihr diese finanzieren? Gibt es zum Beispiel eine monatliche Mitgliedschaft von 1€? Oder könnt ihr bei der Studierendenvertretung oder der Schulpflegschaft eine finanzielle Unterstützung bekommen. Wie organisiert ihr euch, wer betreut den Laden und wie könnt ihr Ordnung halten? Recherchiert dafür vorab Erfahrungsberichte von anderen Schulen und Hochschulen.

Bezieht frühzeitig die (Hoch-)Schulleitung, Professor*innen/Lehrkräfte und eure Mitschüler*innen/Kommilitonen mit ein, damit sich alle abgeholt und eingebunden fühlen und ihre Meinung einbringen können. Lass dich bei Zweifeln aber nicht zu schnell von deinem Vorhaben abbringen - Veränderung braucht seine Zeit.

Mehr als ein Tausch- oder Leihladen

Einmal etabliert, können sich auch noch weitere Projekte aus eurem neuen Laden entwickeln. Zum Beispiel könntet ihr ein- oder zweimal im Monat einen Reparaturtreff in eurem Tausch- oder Leihladen organisieren, bei dem die Besucher*innen mit kaputten Dingen in den Laden kommen und sich gegenseitig beim Reparieren helfen. Ihr könntet Expert*innen für Vorträge zum Thema Ressourcenschutz, Recht auf Reparatur oder dem Konzept der “Commons” (geteilte Gemeingüter) einladen. Auch eine Verknüpfung mit einem Seminar an der Hochschule oder einem längeren Klassenprojekt an der Schule können sinnvoll für die Konzeptentwicklung, die Einrichtung oder auch die Evaluierung sowie die Verbesserung der Organisation eures Leih- oder Tauschladens sein. Vielleicht kann der Laden sogar Verteilstation für eine solidarische Landwirtschaft werden.

Ein solches Handabdruck-Projekt zeigt nicht nur Alternativen zum Neukaufen auf, sondern ist auch ein soziales Gemeinschaftswerk von Schüler*innen/ Studierenden für Schüler*innen/Studierende. Ein mit allen Beteiligten partizipativ entwickelter und dauerhaft verankerter Tausch- oder Leihladen bietet langfristig eine positive Veränderung von der alle Akteure an eurer Schule oder Hochschule profitieren können.

Deine ersten Schritte

Wähle 5 Handlungsschritte für dein Engagement aus der Sammlung aus und bringe sie per drag & drop in eine für dich sinnvolle Reihenfolge.

Konzept für einen Tausch- oder Leihladen an deiner Schule oder Hochschule entwickeln

Studierenden- /Schüler*innenvertretung ansprechen und euer Konzept vorstellen, diskutieren und verbessern

witzige SharePics zum Verbreiten eurer Idee gestalten und teilen

Mitstreiter*innen suchen

von ähnlichen Konzepten anderer Tausch- und Leih-Projekte inspirieren lassen

inhaltlich vorbereiten und Argumente entwickeln und analysieren

Finanzierungsmöglichkeiten abwägen

Hierhin ziehen

Schritt 1

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Schritt 2

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Schritt 3

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Schritt 4

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Schritt 5

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Los geht‘s!

Von der Idee zum Handeln

Die Ideen, Beispiele und ersten Schritte zur Umsetzung deines Vorhabens kannst du dir hier herunterladen:

Mitstreiter finden

Teile deine Handabdruck-Idee mit Freund*innen, Kolleg*innen oder anderen potentiellen Verbündeten: