Nachhaltige Verpflegung verankern

Unsere Handabdruck-Idee für dich

Mensamitarbeiterin

Findest du nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung wichtig und versuchst dich zuhause möglichst mit saisonalen, regionalen sowie biologisch und fair hergestellten Lebensmitteln zu versorgen? Ärgerst du dich manchmal, dass bei Veranstaltungen und Treffen in deinem Verein oder in deiner Religionsgemeinschaft meist nur die billigste und selten nachhaltige oder faire Verpflegung angeboten wird? Fehlt dir die schöne Erfahrung des gemeinsamen Kochens?

In Gemeinschaften wie im Verein oder in der Gemeinde gibt es viele Veranstaltungen mit größeren oder kleineren Buffets, Suppen, Kaffeetreffen oder Grillfesten. Dort könnte ein Hebel für dich liegen, mit dem du über dein individuelles Ernährungsverhalten hinaus eine größere Wirkung erzielen kannst. Unsere Handabdruck-Idee für dich ist es, dich in deinem Sport- oder Musikverein, deiner Religionsgemeinschaft oder einem ähnlichen Verband für eine konsequente nachhaltige Verpflegung bei Veranstaltungen einzusetzen und dies durch Nachhaltigkeits-Richtlinien dauerhaft strukturell zu verankern.

Inspirierende Beispiele

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Die Evang. Kirchgemeinden St. Petri und Bethlehem Leipzig haben in ihrer Beschaffungsrichtlinie ganz konkret festgelegt, wie sie Lebensmittel öko und fair einkaufen können.

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Die DPSG, der größte  Pfadfinderverband Deutschlands hat seine Erfahrungen in einem Leitfaden festgehalten, der zu nachhaltiger Verpflegung bei großen Veranstaltungen Orientierung gibt.

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Strategische Ansätze für deine Idee

Gemüsekiste

Strategische Ansätze für deine Idee:

Suche dir zunächst wenigstens ein bis zwei Mitstreiter*innen, sodass du dein Vorhaben nicht alleine starten musst. Zusammen macht das Engagement Freude und euch wird wahrscheinlich auch besser zugehört. Findet heraus, wer in eurem Verein die verantwortlichen Personen für den Einkauf von Lebensmitteln sind. Gibt es bereits Richtlinien für den Einkauf von Lebensmitteln? Sind darin neben den Kosten auch andere Kriterien enthalten?

Kriterien für nachhaltige Verpflegung entwickeln

Wenn nicht, bildet eine Arbeitsgruppe mit allen relevanten Akteuren (z.B. die Personen, die meist für den Einkauf verantwortlich sind, die Personen, die bei Veranstaltungen kochen und die Personen, die sich um die Finanzen kümmern), um gemeinsam unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven eine Liste an möglichen Kriterien zu entwickeln. Darin könnte enthalten sein

  • Verwendung von regionalem und saisonalem Obst und Gemüse
  • Beachtung von Siegeln für faire Produktion, v.a. bei Produkten aus Ländern des globalen Südens (z.B. Kaffee, und Schokolade)
  • Reduktion von fleischhaltigen Produkten als Ausnahme, Erhöhen des vegetarischen und veganen Anteils
  • Beachtung des Bio-Siegels, insbesondere bei tierischen Produkten

Denkbar ist auch, Kooperationen mit regionale Landwirt*innen einzugehen. So wird die Herkunft eurer Lebensmittel für euch und eure Mitglieder greifbarer. Ihr könnt als konstante Abnehmer*innen die lokale biologische Landwirtschaft unterstützen.

Von einmaligen Aktionen zur dauerhaften Veränderung

Natürlich muss auch der Vorstand eures Vereins/ eurer Religionsgemeinschaft mit ins Boot geholt werden - am besten so früh wie möglich. Wenn die Personen nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft ohnehin wichtig finden, bindet sie direkt von Anfang an in eure Arbeitsgruppe mit ein. Müsst ihr sie noch überzeugen, könnt ihr eure Argumente zunächst ausführlich mit der Arbeitsgruppe vorbereiten. Überlegt euch auch schon im Vorhinein, welche mögliche Gegenargumente es gibt und wie ihr sie entkräften könntet. Um den Einkauf von nachhaltigen Lebensmitteln in eurem Verein/eurer Religionsgemeinschaft dauerhaft zu verankern (sodass sie fortbesteht, auch wenn besonders Engagierte umziehen), ist eine Abstimmung in der Mitgliederversammlung und ein offizieller Beschluss wichtig.

Alle Mitglieder abholen

Essen ist für viele Menschen etwas sehr Persönliches und Teil ihrer Identität. Um alle Mitglieder in eurem Verein/eurer Religionsgemeinschaft abzuholen, ist es wichtig, dass sie nicht das Gefühl haben, dass über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Bindet sie also z.B. über eine Umfrage zu nachhaltiger Ernährung in eurer Gemeinschaft ein oder veranstaltet einen Aktionstag zu nachhaltiger Ernährung und Landwirtschaft. Dazu könnt ihr Expert*innen einladen. Eine Marmeladenkoch-Aktion kann einen kreativen und fröhlichen Einstieg ins Thema ermöglichen. Viele Aktionsideen wie z.B. Koch-Events und methodische Anregungen findet ihr im Arbeitsheft “Niemand is(s)t für sich allein”

Deine ersten Schritte

Wähle 5 Handlungsschritte für dein Engagement aus der Sammlung aus und bringe sie per drag & drop in eine für dich sinnvolle Reihenfolge.

vegetarische Koch-Duelle für leckerste Menüs mit geringster CO2-Belastung (https://www.klimateller.de) ausrichten

Kriterien für nachhaltige Verpflegung in verbindlichen Richtlinien verankern

Kriterien für den nachhaltigen Einkauf von Lebensmitteln entwickeln

für die Einkaufsverantwortlichen einen „Einkaufsführer“ mit den neuen Kriterien und Tipps erstellen

mit weiteren Akteuren in der Region für eine nachhaltige Verpflegung vernetzen

ökologische und regionale Erzeuger*innen und Abnehmer*innen an einen Tisch bringen

Mitstreiter*innen finden

Einkaufsverantwortliche, Köch*innen und Finanzer*innen ins Boot holen

Hierhin ziehen

Schritt 1

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Schritt 2

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Schritt 3

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Schritt 4

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Schritt 5

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Los geht‘s!

Von der Idee zum Handeln

Die Ideen, Beispiele und ersten Schritte zur Umsetzung deines Vorhabens kannst du dir hier herunterladen:

Mitstreiter finden

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