Nachhaltig essen

Unsere Handabdruck-Idee für dich

Feld

Wenn du dich selbst saisonal, regional, biologisch, vegetarisch oder auch vegan ernährst, ist das klasse - deutlich klimafreundlicher und zumeist gesünder. Nun stell dir vor, wie viel größer die positive Wirkung für Klima, Böden und Biodiversität wäre, wenn dies der Standard in der Kantine oder Mensa deiner Schule oder Hochschule wäre.

Dort kannst du einen deutlichen Handabdruck hinterlassen, indem du dich für verbindliche Vorgaben der verwendeten Lebensmittel einsetzt: biologische und saisonale Lebensmittel aus der Region, fair gehandelte Importprodukte (wie Reis und Gewürze) sowie ein vielfältiges vegetarisches und veganes Angebot mit wenig Fleisch und dieses dann aus ökologischer Haltung. Gemeinsam mit anderen Schüler*innen/ Studierenden, den Mitarbeitenden der Kantine, der (Hoch-)Schulleitung, den Lehrkräften und Dozierenden sowie örtlichen Biolandwirt*innen kann ein neues Speiseangebot entwickelt und etabliert werden, sodass sich eine Vielzahl an Menschen automatisch tagtäglich nachhaltig ernähren.

Inspirierende Beispiele

1

Die Stadt Bremen hat einen Aktionsplan für nachhaltiges Essen in öffentlichen Einrichtungen erstellt, sodass u.a. Kitas und Schulen ab 2022 100% mit biologischem Essen versorgt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf Regionalität.

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2

Das netzwerk n hat verschiedene Good-Practice-Beispiele von Hochschulen zusammengestellt, deren Mensen erfolgreich auf ein nachhaltiges Angebot umgestellt haben - z.B. das Studentenwerk Oldenburg oder der Runde Tisch Mensa der Hochschule Fulda.

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Im Süden Brasiliens hat CAPA (Centro de Apoio ao Pequeno Agricultor = Unterstützungszentrum für Kleinbäuer*innen) ein Netzwerk von Öko-Betrieben aufgebaut. Dank erfolgreicher Lobbyarbeit versorgen diese inzwischen viele städtische Schulen und Kindergärten mit gesunden regionalen Lebensmitteln.

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Strategische Ansätze für deine Idee

Frau mit Gemüsekiste

Alle einbinden

Der vielleicht wichtigste Erfolgsfaktor für die ganzheitliche Umsetzung einer nachhaltigen Kantine ist die frühe Einbindung aller Akteure, die Teil dieser Einrichtung sind. Wenn du eine kleinere Gruppe an Verbündeten beisammen hast, vernetzt euch zunächst mit Gleichgesinnten, wie den Schüler*innen aus der Klima-AG oder dem Ökologie-Referat des AStA eurer Hochschule. Holt dann jedoch zeitnah auch die Mitarbeitenden und Leitung der Kantine, die (Hoch-)Schulleitung, Lehrer*innen/ Dozent*innen und örtliche (Bio-)Landwirt*innen an einen Tisch und versucht, euch gemeinsame Ziele zu stecken. Dabei ist es hilfreich, wenn ihr von Anfang an eine feste Ansprechperson mit ähnlichen Ansprüchen aus der (Hoch-)Schul- und Kantinenleitung habt (an Hochschulen meist im Studierendenwerk verortet) und ihr alle an einem Strang zieht. In einem regelmäßig tagenden Gremium aus allen Beteiligten können so Fragestellungen und Entwicklungen auf Augenhöhe diskutiert werden. So muss etwa früh geklärt werden, wie gegebenenfalls entstehende Mehrkosten getragen werden können. Ein reduzierter Fleischanteil kann zum Beispiel höhere Kosten für Bioprodukte ausgleichen. 

Prozess partizipativ gestalten

Mit einer Umfrage unter den Schüler*innen/ Studierenden zu ihren Angebotswünschen bindet ihr zugleich die zentrale Zielgruppe in den Prozess mit ein und erhaltet mit hoher Wahrscheinlichkeit ein starkes Argument für euer Vorhaben der nachhaltigen Umstrukturierung: Wie wichtig sind den Schüler*innen/ Studierenden regionale und saisonale Produkte bzw. klima- und biodiversitätsfreundliche Ernährung? Wie oft braucht es Fleisch und wie viele möchten mehr vegetarisch und vegan essen? Welche Anforderungen stellen sie an die Tierhaltung? Auch die Mensa-Mitarbeitenden sollten eingebunden werden: Wer kennt sich gut mit veganer und saisonaler Ernährung aus? So kann entweder intern ein gegenseitig empowerndes Weiterbildungsprogramm entwickelt oder externe Köch*innen für Weiterbildungen eingebunden werden.

 

Upscaling-Möglichkeit

Wenn ihr das Kantinen-Angebot an eurer Schule/ Hochschule erfolgreich weiterentwickeln konntet, könnt ihr im nächsten Schritt auch darüber nachdenken, wie eine nachhaltigere Ernährung auch an anderen (Hoch-)Schulen zum Standard werden könnte. Ein Hebel wäre, über Vorgaben - z.B. für höhere Bio- oder Veggie-Anteile in den Menüs - auf kommunaler oder landespolitischer Ebene nachzudenken. Die dadurch entstehende höhere und konstante Nachfrage an biologisch angebauten Produkten wäre darüber hinaus ein Anreiz für die örtlichen Bäuer*innen, auf ökologische Anbau-Methoden umzustellen und sich von Massentierhaltung abzuwenden.

Deine ersten Schritte

Wähle 5 Handlungsschritte für dein Engagement aus der Sammlung aus und bringe sie per drag & drop in eine für dich sinnvolle Reihenfolge.

mit allen Involvierten lecker und nachhaltig kochen

Treffen für Interessierte organisieren

in den Austausch mit den Kantinen-Mitarbeitenden gehen und sie aktiv in den Prozess mit einbinden

Anteil saisonaler, regionaler, vegetarischer und biologischer Produkte in der Speisekarte recherchieren

Verbündete an der (Hoch-)Schule suchen 

Schulen/ Hochschulen mit Öko-Kantinen kontaktieren und von ihrer Umstellung berichten lassen

potentielle Mehrkosten der Umstellung recherchieren

positive Effekte von nachhaltiger Lebensmittelerzeugung und Ernährung zusammenstellen

Hierhin ziehen

Schritt 1

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Schritt 2

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Schritt 3

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Schritt 4

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Schritt 5

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Los geht‘s!

Von der Idee zum Handeln

Die Ideen, Beispiele und ersten Schritte zur Umsetzung deines Vorhabens kannst du dir hier herunterladen:

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