Nachhaltiges Essen in allen öffentlichen Einrichtungen

Unsere Handabdruck-Idee für dich

Frau und Koch

Wenn du dich selbst saisonal, regional, biologisch, vegetarisch oder auch vegan ernährst, ist das klasse. Aber warum sollte dein Verhalten eher die Ausnahme bleiben? Stell dir vor, saisonale, regionale, biologische Angebote wären der Standard im Angebot der Kantinen aller Schulen, Kindergärten, Hochschulen, Krankenhäuser, Behörden und Altenheimen in deiner Stadt/Kommune und fleischhaltige Angebote eher Ausnahme als Regel. Die positive Wirkung für Klima, Böden und Biodiversität würden sich vervielfachen. Und genau da könnte ein Hebel für dich liegen.

Wirkung stadtweiter nachhaltiger Ernährung

Deine Stadt/Kommune kann Kriterien für den Einkauf von öffentlichen Kantinen stellen und darin z.B. einen Mindestanteil oder 100% an biologisch angebauten Lebensmitteln festlegen.  Der regionale Bezug kann leider vergaberechtlich bislang noch nicht festgeschrieben werden. Dafür können indirekte Förderungen gesucht werden. Die  hohe Nachfrage und langfristig gesicherte Abnahme von regionalen Bio-Produkten wäre ein Anreiz für die örtlichen Landwirt*innen, auf ökologische Anbaumethoden umzustellen und sich von der Massentierhaltung und der Industrialisierung der Landwirtschaft abzuwenden. Gleichzeitig lernen Köch*innen verstärkt vegetarische, vegane und regionale Lebensmittel zu verarbeiten. Die Konsument*innen erfahren sozial- und umweltverträglich hergestellte Lebensmittel als neue Normalität. Und deine Stadt nimmt eine Vorreiterrolle für die Etablierung effektiver Nachhaltigkeitsstrukturen durch die Investition in das regionale Gemeinwohl ein. In diesem Zuge kann sie sich auch dem Netzwerk Biostädte anschließen, in dem mittlerweile 20 deutsche Städte an nachhaltigen Ernährungsstrategien arbeiten.

Inspirierende Beispiele

1

In Brasilien und Dänemark gibt es Vorreiter-Projekte und Gesetze für nachhaltige Ernährung in öffentlichen Einrichtungen, die einen Mindestanteil an regional, saisonal oder biologisch angebauten Lebensmitteln realisieren und so den Umstieg auf Ökolandbau im Land vorangetrieben haben.

2

Die Stadt Bremen hat einen Aktionsplan für nachhaltige Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen erstellt, sodass u.a. Kitas und Schulen ab 2022 vermehrt regional und zu 100% mit biologischem Essen versorgt werden.

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3

Das Netzwerk deutscher Bio-Städte hat einen ausführlichen Leitfaden  zur erfolgreichen Einführung von Bio-Lebensmitteln im kommunalen Verpflegungsbereich verfasst u.a. mit den notwendigen Schritten in Verwaltung für ein neues Vergabeverfahren oder in den Mensen für die Speiseplanumstellung.

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Strategische Ansätze für deine Idee

 Koch und Anzugträger

Breite Bündnisse

Zunächst brauchst du eine motivierte Kerngruppe, um eine Strategie zu entwerfen und erste Schritte gemeinsam zu gehen. Um ein so großes Vorhaben umzusetzen ist es dann sinnvoll, wenn ihr breite Bündnisse mit mehreren Gruppen und Initiativen in eurer Stadt schließt. Mit einem Konzept der Vorteile und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Verpflegung für alle ladet ihr zur Kooperation ein: Mitarbeitende in Kantinen, Leitungen von Schulen, Kitas, Altenheimen und Krankenhäusern, Berufsschulen für Köch*innen, Bio-Landwirt*innen, Landwirt*innen, die gerne umstellen würden, die örtliche Gastronomie, die Lebensmittel-verarbeitende Industrie und allgemein Engagierte für eine Ernährungswende. Das Zusammenbringen eines so breiten Bündnisses dauert zwar lange, ist aber ein zentraler Erfolgsfaktor für alle darauffolgenden Schritte. Gemeinsam können dann Ziele definiert und eine Strategie entwickelt werden.

Einbindung der Lokalpolitik

Naheliegend wäre dann, Vorgespräche mit Mitgliedern des Stadtrats zu führen sowie diese zu einem offiziellen Treffen des Bündnisses einzuladen, um Handlungsmöglichkeiten der Stadt/Kommune auszuloten. Anschließend könnte das Bündnis einen Vorschlag für die schrittweise Umstellung im Stadt- oder Gemeinderat einbringen.

Für die Vorbereitung von Gesprächen mit Entscheidungsträger*innen ist es wichtig, die Vorteile für verschiedene Akteure herauszuarbeiten (z.B. gesundes Essen für Kinder und ältere Menschen, Unterstützung für die Biolandwirt*innen in der Region, Schutz der Böden zur langfristigen Sicherung des Ertrags, Beitrag zum Klimaschutz) und Berichte über gelungene Beispiele darzustellen.

Deine ersten Schritte

Wähle 5 Handlungsschritte für dein Engagement aus der Sammlung aus und bringe sie per drag & drop in eine für dich sinnvolle Reihenfolge.

Anteil von Biolandwirt*innen in der Region ermitteln

Verbündete suchen und Bündnis aufbauen

Treffen für Interessierte organisieren

Status Quo zu nachhaltiger Verpflegung in meiner Stadt/Kommune herausfinden

lecker und bio kochen mit allen Engagierten, ggfls. auch Abgeordnete einladen

Städte/Gemeinden kontaktieren, die Öko-Kriterien für die öffentlichen Kantinen bereits umsetzen

Kosten der Umstellung recherchieren

Vorschlag für die Umstellung ausarbeiten

Hierhin ziehen

Schritt 1

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Schritt 2

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Schritt 3

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Schritt 4

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Schritt 5

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Los geht‘s!

Von der Idee zum Handeln

Die Ideen, Beispiele und ersten Schritte zur Umsetzung deines Vorhabens kannst du dir hier herunterladen:

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